Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen (BFmF): Teilnehmer von Sprachkursen können Chromebooks ausleihen, um zu Hause weiterzulernen.

Oktober 2017. Seit Beginn dieses Jahres lernen mehr als 500 Flüchtlinge im Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen, kurz BFmF, Deutsch - von den grundlegenden Kenntnissen der Alphabetisierungskurse bis zu den fortgeschrittenen Kursen, deren Zertifikate für einen Job oder eine Ausbildung qualifizieren. Im Dezember 2016 erhielt das Zentrum Chromebooks von Project Reconnect und bietet seither den Schülerinnen und Schülern der Deutschkurse die Möglichkeit Chromebooks auszuleihen, um außerhalb des Unterrichts weiterzulernen.

In den nächsten Wochen stellen wir Organisationen vor, die Flüchtlingen Chromebooks von Project Reconnect ausleihen. Mit der Leihgabe ermöglichen sie Flüchtlingen, von zu Hause aus die deutsche Sprache zu lernen, eine Wohnung zu suchen und mit Familienmitgliedern in Kontakt zu bleiben. 

 

Das Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen leiht jedem Teilnehmer ihrer Sprach- oder Integrationskurse für die Dauer des Kurses ein Chromebook aus.

Eva-Maria Will leitet Jugendintegrationskurse und nutzt dabei die Chromebooks. © Beate Mohammad

Eva-Maria Will leitet Jugendintegrationskurse und nutzt dabei die Chromebooks. © Beate Mohammad

"Wenn man eine neue Sprache lernen möchte, ist es wichtig, diese regelmäßig zu üben", sagt Beate Mohammad, die die Integrationskurse beim BFmF koordiniert. Das Zentrum muslimischer Frauen hat es sich zur Aufgabe gemacht, Mädchen und Frauen, aber auch Familien mit Migrationshintergrund durch Bildung und Beratung zu stärken. Im Rahmen der Flüchtlingskrise dehnte die Organisation ihr Angebot auf spezielle Kurse für Flüchtlinge aus. Die Integrationskurse stellen die deutsche Sprache, Kultur und das politische System in Deutschland vor. In den Kursen setzen sie Chromebooks ein, die sie von NetHopes Project Reconnect gestiftet bekommen haben. Beate hatte die Idee, den Schülern die Laptops für die Dauer der Kurse auszuleihen, damit sie ihr Studium außerhalb des Klassenzimmers fortsetzen können. Kursteilnehmer, die kein Internet zu Hause haben, können in der Cafeteria im Schulungsgebäude online gehen und dort lernen.

"Es ist wichtig, dass jeder, der mit den Chromebooks arbeitet, Zugang zu technischer Ausbildung hat, die an seinen Wissensstand  angepasst ist", erklärt Beate Mohammad. Diese Ausbildung ist für die Kursteilnehmer erforderlich und auch für die Lehrer sehr wichtig. Das Training motiviert und hilft den Lehrern, die Laptops in ihren Unterricht zu integrieren. Wenn sie Fragen bei der Verwendung der Chromebooks oder Probleme mit den Computern haben, können Kursteilnehmer und Lehrer sich in Sprechstunden und per Telefon und E-Mail an einen Ansprechpartner wenden. So stellt das BFmF sicher, dass sich um diese Probleme schnell gekümmert wird und die Laptops weiterhin beim Lernen unterstützen.

 

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Fallstudie BFmF: Kursteilnehmer können mit Chromebooks zu Hause weiterlernen (pdf)