Arbeiterwohlfahrt Berlin-Mitte: Berliner Flüchtlingsheim verwendet Laptop-Leihmodell mit wenig Verwaltungsaufwand 

Dezember 2017. Der Kreisverband Berlin-Mitte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) betreibt mehrere Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge. Manche beherbergen mehrere hundert Menschen. Project Reconnect spendete diesen Erstaufnahmeeinrichtungen Google Chromebooks. Manuel Hinz, der an einem dieser Standorte für die Laptops zuständig ist, richtete ein Leihmodell nach Vorbild einer Bücherei ein: Vier Wochen lang können die Bewohner eines der Chromebooks ausleihen und es überall nutzen, wo sie möchten. 

In einer Reihe kurzer Fallstudien stellen wir mehrere Organisationen vor, die Flüchtlingen Chromebooks von Project Reconnect ausleihen. Mit der Leihgabe ermöglichen sie Flüchtlingen, von zu Hause die deutsche Sprache zu lernen, eine Wohnung zu suchen und mit Familienmitgliedern in Kontakt zu bleiben.   

 

Jeder Flüchtling, der vor Ort in einer Erstaufnahmeeinrichtung wohnt, kann für vier Wochen ein Chromebook ausleihen und es überall nutzen, wo er möchte - wie bei einer Bücherei.

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“Internetzugang ist für jeden Menschen wichtig”, zeigt sich Manuel Hinz, der in einer der Erstaufnahmeeinrichtungen der AWO in Berlin für die Chromebooks zuständig ist, überzeugt. “Für Flüchtlinge”, betont er, “ist es aber ganz besonders wichtig, da sie zum Beispiel meistens nur übers Internet Kontakt zu Familienmitgliedern und Freunden halten können.” Viele nutzen dafür ihr Smartphone, aber um Deutsch zu lernen oder sich über das Asylverfahren zu informieren, reicht das Handy oftmals nicht aus. Dann kommen die Chromebooks zum Einsatz. Um ein Internetcafé einzurichten, fehlt in der Einrichtung, in der Manuel Hinz arbeitet, jedoch ein freier Raum. Außerdem ist die Internetverbindung nicht allzu stark. Für Manuel Hinz war daher klar: “Wir richten ein Leihmodell ein. Wie in einer Bücherei.”   

Die Bewohner der Einrichtung nehmen das Angebot gerne an - insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene. Manche nutzen die Chromebooks vor Ort, aber die meisten nehmen die Laptops mit, beispielsweise in öffentliche Büchereien. Dort ist das WLAN besser und in einigen Fällen auch kostenlos. 

Um nicht den Überblick zu verlieren, haben Mitarbeiter der Einrichtung eine Tabelle angelegt, in der vermerkt wird, wer wann welches Chromebooks ausgeliehen hat. Wenn die Leihfrist eines Nutzers zu Ende geht, bekommt er eine Erinnerung von einem der Mitarbeiter. Das System funktioniert gut und die Bewohner sind dankbar für die Möglichkeiten, die ihnen die Laptops bieten. 

 

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Fallstudie AWO Kreisverband Berlin-Mitte: Berliner Flüchtlingsheim verwendet Laptop-Leihmodell mit wenig Verwaltungsaufwand (pdf)